Decagon holt sich eine Bank – die Übernahme-Rechnung beginnt bei rund 13 Milliarden Dollar

Der Anbieter von KI-Agenten für den Kundenservice, zuletzt mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet, hat eine Investmentbank beauftragt und erste Gespräche mit ServiceNow geführt. Die beiden vergleichbaren KI-Übernahmen dieses Jahres entsprachen knapp dem Dreifachen beziehungsweise mehr als dem Sechsfachen der letzten privaten Bewertung der Verkäufer.

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Vincent JiangVincent Jiang · 3 min read
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Bill McDermott, Chef von ServiceNow, dessen Unternehmen erste Übernahmegespräche mit Decagon geführt hat
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ServiceNow-Chef Bill McDermott. Sein Unternehmen hat erste Gespräche über eine Übernahme von Decagon geführt, zuletzt bewertet mit 4,5 Milliarden Dollar.

Decagon~$1.5B — Decagon, private, latest valuation ~$1.5B, das San-Francisco-Unternehmen, dessen KI-Agenten den Kundenservice für Delta, Snapchat und Ticketmaster übernehmen, hat eine Investmentbank beauftragt, Übernahmeinteressen zu prüfen, und erste Gespräche mit ServiceNow−1.18% — ServiceNow, down 1.18 percent today und weiteren Interessenten geführt, laut einem Bericht vom 13. Oktober 1. Kommt kein Deal zustande, könnte das Unternehmen stattdessen eine neue Finanzierungsrunde auflegen 1.

Die Gründer haben schon einmal verkauft – und der Markt zahlt inzwischen kräftig

Chef Jesse Zhang und Technikchef Ashwin Sreenivas gründeten Decagon 2023. Zhangs voriges Startup Lowkey ging 2021 an Niantic, Sreenivas verkaufte Helia im Jahr 2020 an Scale AI$29B — Scale AI, private, latest valuation $29B 2. Eine Series-D-Runde über 250 Millionen Dollar im Januar, geführt von Coatue und Index Ventures, verdreifachte Decagons Bewertung auf 4,5 Milliarden Dollar 2. Insgesamt hat das Unternehmen mehr als 400 Millionen Dollar eingesammelt, unter anderem von Investoren wie Andreessen Horowitz, Bain Capital Ventures und Accel 1. Der Rivale Sierra~$10B — Sierra, private, latest valuation ~$10B, geführt von Bret Taylor, wurde in diesem Jahr bereits mit 15,8 Milliarden Dollar bewertet 1.

Die Käufer zahlen allerdings nicht mehr nur die private Bewertung. Nvidia+1.24% — Nvidia, up 1.24 percent today einigte sich im August darauf, für Hugging Face 12,9 Milliarden Dollar zu zahlen, das zuletzt 2023 mit 4,5 Milliarden Dollar bewertet war 3. Stripe sagte für OpenRouter mehr als 8 Milliarden Dollar zu, das noch im Mai mit rund 1,3 Milliarden Dollar bewertet war 4. Diese Deals entsprachen knapp dem Dreifachen beziehungsweise mehr als dem Sechsfachen der letzten Bewertung der Verkäufer; dieselben Vielfachen ergeben für Decagon etwa 13 bis 28 Milliarden Dollar. Das ist eine Hochrechnung aus den beiden Präzedenzfällen, kein Angebot: Ein Preis für Decagon ist nicht offiziell.

KI-Assets wechseln für acht Milliarden Dollar und mehr den Besitzer – Decagon steht weiter bei 4,5 Milliarden

$0B$5B$10B$15B$20BSierra (Bewertung)$15.8BHugging Face (Nvidia-Deal)$12.9BOpenRouter (Stripe-Deal)$8BArmis (ServiceNow-Deal)$7.75BDecagon (letzte Bewertung)$4.5BBank am 13. Oktober beauftragt, Angebote entgegenzunehmen
Data
Value
Sierra (Bewertung)$15.8B
Hugging Face (Nvidia-Deal)$12.9B
OpenRouter (Stripe-Deal)$8B
Armis (ServiceNow-Deal)$7.75B
Decagon (letzte Bewertung)$4.5B
Vereinbarte Übernahmepreise und zuletzt berichtete private Bewertungen, in Milliarden US-Dollar. Über den OpenRouter-Deal wird ein Preis von mehr als 8 Milliarden Dollar berichtet; Sierra und Decagon sind private Bewertungen, keine abgeschlossenen Deals.1,3,4,5

Ausgerechnet der Kaufinteressent wird dafür abgestraft

ServiceNow schloss die Übernahme des Sicherheitsanbieters Armis über 7,75 Milliarden Dollar am 20. April ab 5. Zuvor hatte eine Kursrutsche eingesetzt: Der Software-Einbruch im Februar löschte binnen zwei Tagen rund 285 Milliarden Dollar an Software-Bewertungen aus, bis April war die ServiceNow-Aktie um mehr als die Hälfte von ihrem Höchststand gefallen 5. Dann drückten Abschreibungen aus Armis und dem Zukauf des Identitätsanbieters Veza das operative Ergebnis nach US-GAAP im zweiten Quartal auf 162 Millionen Dollar, nach 358 Millionen Dollar im Vorjahresquartal – ein Rückgang um 55 Prozent – bei einem Umsatz von 3,99 Milliarden Dollar 57. Eine Herabstufung auf „Verkaufen“ vom 2. Oktober argumentierte, das Wachstum sei übernahmegetrieben statt organisch 6.

ServiceNows Operandimarge nach US-GAAP brach im Quartal des Armis-Abschlusses ein

0%5%10%15%20%Q2/24Q4/24Q2/25Q4/25Q2/264.1%Armis- und Veza-Abschreibungenschlagen zu Buche
Data
Operandimarge nach US-GAAP
Q1/2412.8%
Q2/249.1%
Q3/2414.9%
Q4/2412.6%
Q1/2514.6%
Q2/2511.1%
Q3/2516.8%
Q4/2512.4%
Q1/2613.3%
Q2/264.1%
ServiceNows Operandimarge nach US-GAAP brach im Quartal des Armis-Abschlusses ein5,7

Warum der Käufer es sich leisten kann

Dasselbe Quartal brachte aber auch die Erholung: Der KI-Vertragswert überschritt eine Milliarde Dollar, ein Anstieg um mehr als 40 Prozent seit dem ersten Quartal, und die Hälfte des Netto-Neugeschäfts hängt nicht mehr von menschlichen Nutzern ab 5. 44 von 49 Analysten stuften die Aktie im August mit „Kaufen“ ein 5, am 13. Oktober notierte sie um die 140 Dollar 6. Frühe Gespräche können freilich auch platzen: Die Vereinbarung mit Hugging Face war beim ersten Bericht noch nicht unterzeichnet und stand kurz vor dem Scheitern – sie hielt trotzdem 3.

Die Zahl, die über den Deal entscheidet

ServiceNow legt voraussichtlich am 28. Oktober die Zahlen für das dritte Quartal vor – gemessen an einer Wachstumsprognose für das Abonnementgeschäft von rund 20,5 Prozent, nach zuvor 24,5 Prozent 5. Bis dahin bleibt das Vielfache das wichtigste Indiz für Decagon: Beim 2,9-Fachen von Hugging Face liegt die Rechnung bei rund 13 Milliarden Dollar, beim Sechsfachen von OpenRouter geht sie auf 28 Milliarden Dollar zu 34.

Deepdive

AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.

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