Eine einzige E-Mail übernimmt Ciscos E-Mail-Gateway zum dritten Mal – Kaufabsicht für seine Sicherheitsprodukte sinkt von 57 auf 47 Prozent

Seit Januar hat eine einzige präparierte E-Mail Ciscos Secure Email Gateway bereits dreimal mit Root-Zugriff kompromittiert. Die neueste Lücke wurde in derselben Woche bekannt, in der die CIO-Umfrage von Morgan Stanley einen Rückgang der Kaufabsicht für Ciscos Sicherheitsprodukte um zehn Punkte zeigte. Das Netzwerkgeschäft trug das Rekordquartal bis Juli mit 17,3 Milliarden Dollar; die Security-Sparte wuchs um 14 Prozent.

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Vincent JiangVincent Jiang · 3 min read
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Chuck Robbins, Verwaltungsratsvorsitzender und Konzernchef von Cisco
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Chuck Robbins, Verwaltungsratsvorsitzender und Konzernchef von Cisco: Das E-Mail-Gateway seines Konzerns wurde in diesem Jahr bereits dreimal mit Root-Zugriff kompromittiert – der Umsatz der Security-Sparte wächst dennoch um 14 Prozent.

Eine E-Mail, Root-Zugriff – schon wieder

Das Secure Email Gateway von Cisco−2.56% — Cisco, down 2.56 percent today fängt bösartige E-Mails ab, bevor sie die Firmenpostfächer erreichen. Ausgerechnet von genau solchen Mails lässt sich die Appliance übernehmen. Die neueste Schwachstelle, CVE-2026-76519 – die Nummer im branchenüblichen Schwachstellenkatalog –, erreicht 9,8 von 10 Punkten. Sie erlaubt Angreifern ohne Authentifizierung, Dateien zu schreiben und Befehle mit Root-Rechten auszuführen – volle Kontrolle über die Appliance. Dazu genügt eine einzige E-Mail mit präpariertem Anhang 13.

Workarounds gibt es nicht 13. Die US-Cyberbehörde Cybersecurity and Infrastructure Security Agency (CISA) nahm die Lücke am 14. Oktober in ihren Katalog aktiv ausgenutzter Schwachstellen auf und setzte den Bundesbehörden eine Frist bis zum 17. Oktober 4. Cisco erklärt, nur eine begrenzte Zahl von Kunden sei betroffen; wie viele Appliances kompromittiert wurden, wollte der Konzern nicht mitteilen 1. Das Signal fürs Geschäft kam in derselben Woche: In der CIO-Umfrage von Morgan Stanley−0.77% — Morgan Stanley, down 0.77 percent today sank die Kaufabsicht für Ciscos Sicherheitsprodukte binnen eines Quartals von 57 auf 47 Prozent 2.

Drei Lücken, zehn Monate, zehn Punkte

Drei per E-Mail ausnutzbare Root-Lücken haben diese eine Produktlinie binnen zehn Monaten getroffen. Die Januar-Lücke CVE-2025-20393, mit dem Höchstwert 10, wurde ausgenutzt, um sich dauerhaft festzusetzen; eine Gruppe mit mutmaßlichem China-Bezug schleuste Hintertüren ein und tilgte Logdateien – die Angriffe laufen seit November 2025 167. Auch die September-Lücke CVE-2026-76461, eine SQL-Injection im E-Mail-Parser, lief auf Befehle mit Root-Rechten hinaus 7.

Sicherheit blieb die stärkste Ausgabenkategorie, auch wenn die Absichten nachließen – und Cisco verteidigte seinen Platz als erste Wahl der CIOs für Netzwerkausrüstung, schrieb die Analystin Meta−4.28% — Meta, down 4.28 percent today Marshall 2. Die Abkühlung war breit: Die Ausgabeabsichten für Netzwerksicherheit gingen von +85 auf +70 Prozent zurück, die Netto-Ausgabeabsichten für IT-Anbieter sanken von +57 auf +28 Prozent 2.

Kaufabsicht für Sicherheitsprodukte von Cisco binnen eines Quartals um zehn Punkte gesunken – Campus- und Splunk-Werte gestiegen

  • Umfrage Q2 2026
  • Umfrage Q3 2026
0%20%40%60%80%100%AusgabeabsichtenNetzwerksicherheit70%85%-18%Cisco-Kundenbindung63%68%-7.4%Netto-AusgabeabsichtenIT-Anbieter28%57%-51%Kaufabsicht Cisco-Sicherheit47%57%-18%AusgabeabsichtenRechenzentren37%55%-33%Campus-Upgrades33%36%+9.1%Splunk-Wert, Nichtkunden24%31%+29%
Data
Umfrage Q2 2026Umfrage Q3 2026Change
Ausgabeabsichten Netzwerksicherheit85%70%-17.6%
Cisco-Kundenbindung68%63%-7.4%
Netto-Ausgabeabsichten IT-Anbieter57%28%-50.9%
Kaufabsicht Cisco-Sicherheit57%47%-17.5%
Ausgabeabsichten Rechenzentren55%37%-32.7%
Campus-Upgrades33%36%+9.1%
Splunk-Wert, Nichtkunden24%31%+29.2%
CIO-Umfrage von Morgan Stanley, drittes Quartal 2026, im Vergleich zum Vorquartal. Nettowerte in Prozent der Befragten, Ausnahme Splunk-Wert: Anteil der Nichtkunden mit einer verbesserten Einschätzung des Cisco-Angebots. Quelle: Umfrage von Morgan Stanley via Seeking Alpha.2

Der Patch kam einen Monat vor dem Alarm

Die Patches für die Oktober-Lücke erschienen bereits am 14. September – unter einer anderen Katalognummer: CVE-2026-76440. Am 14. Oktober aktualisierte Cisco seinen Sicherheitshinweis und gab die aktive Ausnutzung der Schwachstelle bekannt 5. Entdeckt wurde der Fehler durch Ciscos eigene interne Sicherheits-Scans 3.

Die Käufer mussten ihre Budgets ohnehin schon dehnen. Die Projektverzögerungen kletterten binnen eines Quartals von 2 auf 13 Prozent, und 83 Prozent der CIOs meldeten Preissteigerungen von 1 bis 10 Prozent bei Equipment; 40 Prozent sagten, weitere Steigerungen würden Käufe hinauszögern 2.

Das Rekordquartal gleicht die Patzer aus

Das Gegengewicht ist real. Ciscos Juli-Quartal, das vierte seines Geschäftsjahres, setzte mit 17,3 Milliarden Dollar einen Umsatzrekord, 18 Prozent mehr als im Vorjahr, und der Umsatz der Security-Sparte stieg um 14 Prozent – getragen von Splunk, der von Cisco übernommenen Datenplattform 8. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet das Management eine Beschleunigung des Wachstums bei Security und Observability, von niedrigen auf hohe einstellige Prozentwerte 8.

Auch die Bullen-These findet Rückhalt in der Umfrage: 31 Prozent der Splunk-Nichtkunden berichteten von einer verbesserten Einschätzung des Cisco-Angebots, zuvor waren es 24 Prozent 2. Wer CSCO hält, trägt die Prämie aufs Security-Wachstum; Konkurrenten im Sicherheitsgeschäft dürften bei Vertragsverlängerungen profitieren. Die Umfrage zeigt, wo sich die Tür öffnet: Die Kundenbindung von Cisco ließ von 68 auf 63 Prozent nach 2. Keine Quelle bringt die drei Lücken mit tatsächlich erfolgten Verlängerungen in Verbindung; ob die zehn verlorenen Punkte Kaufabsicht bis in den Umsatz durchschlagen, ist unerprobt.

Das Gegengewicht: Ciscos Umsatz erreichte im Juli-Quartal einen Rekord von 17,3 Milliarden Dollar, 18 Prozent mehr als im Vorjahr

$0B$5B$10B$15B$20BQ3/24Q4/24Q1/25Q2/25Q3/25Q4/25Q1/26Q2/26$17.25B
Data
Umsatz
Q3/24$13.84B
Q4/24$13.99B
Q1/25$14.15B
Q2/25$14.67B
Q3/25$14.88B
Q4/25$15.35B
Q1/26$15.84B
Q2/26$17.25B
Quartalsumsätze nach Kalenderquartalen beschriftet; Ciscos viertes Quartal des Geschäftsjahres 2026 endete am 25. Juli 2026. Quelle: SEC-Einreichungen von Cisco.9

Jetzt zählen Vorfallmeldungen, nicht Patches

Am Samstag läuft die Frist vom 17. Oktober ab, und der Katalog führt, ob die Lücke für Ransomware-Kampagnen genutzt wird, weiterhin als „unbekannt“. Ausschau halten sollte man deshalb eher nach Vorfallmeldungen als nach Patches 4. Fast 300 Instanzen des E-Mail-Gateways sind nach Zählung der Sicherheitsorganisation Shadowserver im Internet exponiert 6. Morgan Stanley belässt es bei der Einstufung „Overweight“, die einer Kaufempfehlung entspricht, und bei einem Kursziel von 135 Dollar 2. Die nächste Ausgabe der CIO-Umfrage und Ciscos nächste Quartalszahlen werden zeigen, ob die zehn verlorenen Punkte Kaufabsicht nur Rauschen waren – oder ob der Zyklus der Vertragsverlängerungen zu kippen beginnt.

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AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.

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