Songschreiber fordern von den Urheberrechtsrichtern das Aus für das Spotify-Bundle, das ihre Streaming-Vergütung fast halbiert hat
Das Tarifverfahren Phonorecords V begann am 5. Oktober über einen Topf, der sich pro Stream füllt – dieselbe Woche lieferte die Belege, wie sehr er leckt: 260.000 Deepfake-Löschanfragen, ein Betrugsurteil über 18 Monate und 8 Millionen Dollar, eine bundesbehördliche Anhörung zur Verwässerung der Tantiemen.
Vincent Jiang · 3 min read
Das Verbrechen lag in den Leitungen
Im April 2023 spielten die Bot-Konten von Michael Smith seinen KI-generierten Katalog auf YouTube-Music-Familienabos 80,9 Millionen Mal ab; Taylor Swifts gesamtes Werk kam in demselben Monat auf 9,3 Millionen Abrufe – ein Vergleich, den die Anklage vor Gericht eingereicht hatte. 1 Am 6. Oktober schickte Richter John G. Koeltl Smith für 18 Monate ins Gefängnis und ordnete die Einziehung von 8.091.843,64 Dollar an – das erste Strafverfahren dieser Art in den USA, wie beide Seiten sagen. 123
Die Streaming-Dienste zahlen Songschreibern aus einem Topf, der nach dem Anteil jedes Titels an allen Abrufen aufgeteilt wird – Smiths Bots mussten sich nur einklinken. Vor Gericht erklärte die Music Fights Fraud Alliance, jeder betrügerische Stream habe „den Wert jedes legitimen Streams verwässert, der im selben Abrechnungszeitraum erfolgte“. 1
Der Tarifstreit setzt einen sauberen Topf voraus
Einen Tag zuvor, am 5. Oktober, eröffnete das Copyright Royalty Board das Verfahren Phonorecords V, mit Direktverfahren, die den US-Satz für mechanische Lizenzen im Streaming von 2028 bis 2032 festlegen. 4 Im Zentrum des Streits steht das Bundle von Spotify+0.49% — Spotify, up 0.49 percent today: Nachdem Hörbücher im Frühjahr 2024 in die Premium-Abos gekommen waren, sanken die mechanischen Zahlungen für Premium-Streams um nahezu die Hälfte; die NMPA beziffert, was Songschreibern und Musikverlagen seit Beginn der Bundles bei Spotify und Amazon+3.31% — Amazon, up 3.31 percent today entgangen ist, auf 500 Millionen Dollar. 4 Einen Vergleich erwartet diesmal niemand. 4
Was die Woche über das Leck belegt
Sony+0.50% — Sony, up 0.50 percent today Music meldete bis Ende September mehr als 260.000 Löschanfragen gegen KI-Deepfakes seiner Künstler – fast das Doppelte der 135.000, die bis Ende März verlangt worden waren. Über das zweite und dritte Quartal lag das Tempo bei mehr als 20.000 Anfragen pro Monat. 5 Die Durchsetzung, sagt Sony, sei „ein immer härter werdender Kampf“. 56
Sonys Deepfake-Löschanfragen haben sich in sechs Monaten fast verdoppelt
Data
| Value | |
|---|---|
| Nov 2023 | 10k |
| Mrz 2025 | 75k |
| Mrz 2026 | 135k |
| Sep 2026 | 260k |
Deezer, der von KI erstellte Tracks kennzeichnet, meldet, vollständig KI-generierte Uploads hätten im Juni die Hälfte der täglichen Zugänge überschritten – rund 90.000 am Tag. Bis zu 85 Prozent der Streams, die diese Titel 2025 anzogen, seien betrügerisch gewesen. 78
KI-Tracks fluten Deezers Uploads, nicht dessen Hörzeit
- Anteil
- Estimate
Data
| Anteil | |
|---|---|
| Anteil der täglichen Uploads (estimate) | 50% (50–50%) |
| Anteil der Hörzeit | 2% (1–3%) |
| Betrügerischer Anteil an Streams von KI-Tracks | 85% (85–85%) |
Washington macht die Verwässerung schwarz auf weiß
Am 7. Oktober eröffnete das US-Urheberrechtsamt eine öffentliche Anhörung, die „die Verwässerung des Tantiemen-Topfes“ als Hauptschaden des Streaming-Betrugs benennt – in einer Verfahrensakte, die 9,5 Milliarden Dollar an US-Streamingumsätzen für Tonaufnahmen ausweist. 710 Schriftliche Stellungnahmen sind bis zum 23. November einzureichen. 37
Terrecon, eine in Kiew ansässige NGO für nachrichtendienstliche Aufklärung, hat beziffert, was am äußersten Rand zu holen ist: 981 mutmaßlich mit KI erzeugte russische Kriegspropaganda-Tracks, erstellt mit Tools wie Suno~$2.45B — Suno, private, latest valuation ~$2.45B und Udio, spielten auf den 608 Titeln mit öffentlich einsehbaren Zählern zusammen fast 87 Millionen Wiedergaben ein – bei Provisionen von 11 bis 330 Dollar und mitunter nur zwei Stunden Arbeit. 9
Die Kehrseite der Rechnung
Spotify führt an, die Bundle-Konditionen, die es anwendet, hätten im letzten Vergleich alle Parteien unterschrieben 4; der Konzern sagt: „Alle Musik wird gleich behandelt, unabhängig davon, mit welchen Tools sie entsteht.“ Seine Abwehrmechanismen hätten Smiths Ausbeute auf der Plattform auf rund 60.000 Dollar begrenzt. 1 Deezers eigene Zahlen dämpfen die Alarmstimmung: Vollständig KI-generierte Tracks kommen auf 1 bis 3 Prozent der Hörzeit. 8 Für eine Verwässerung braucht es keine Mehrheit, nur eine Marge – und das US-Urheberrechtsamt hat das inzwischen schwarz auf weiß festgehalten. 7
Wohin das Geld fließt
Für Spotify (NYSE: SPOT) schlagen ein gekipptes Bundle und ein erhöhter Grundtarif unmittelbar auf die Kostenbasis durch – ausgerechnet während eine bundesbehördliche Verfahrensakte die Tantiemenabrechnung des Konzerns schwarz auf weiß legt. 4 Sony Group (NYSE: SONY) finanziert das Hamsterrad der Löschanfragen 5; Deezer (Euronext: DEEZR) sortiert längst aus und kennzeichnet. 78
Die Katalysatoren mit festem Termin: Stellungnahmen im Verfahren des US-Urheberrechtsamts bis 23. November 37, eine Verhandlung vor dem Copyright Royalty Board in der ersten Jahreshälfte 2027 4 und Sätze für mechanische Lizenzen, die von 2028 bis 2032 gelten 4. Der Satz, den die Richter festlegen, ist nur so viel wert wie der Topf, auf den er erhoben wird – und dieser Topf leckt an beiden Enden: Bundles verkleinern ihn vor der Aufteilung, Bots trinken danach daraus.
Deepdive
AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.



