Südkoreas Pensionsfonds verlor 148 Milliarden Dollar in 100 Tagen – Samsung und SK Hynix tragen 72 Prozent davon
Südkoreas National Pension Service (NPS) verlor in 100 Tagen 182 Billionen Won an Börsenwert seiner Aktienbeteiligungen; Samsung Electronics und SK Hynix tragen fast drei Viertel davon – weil der Fonds das Rebalancing genau dann aussetzte, als er ausländische Verkäufe hätte abfedern sollen.
Richard Tang · 2 min read
Südkoreas Pensionsfonds hat gerade erfahren, was passiert, wenn man verspricht, das Auffangnetz des Marktes zu sein – und dann die Hände in den Schoß legt. Der National Pension Service, Südkoreas größter institutioneller Anleger, sah zu, wie der Wert seiner großen Beteiligungen binnen rund 100 Tagen um 182,4 Billionen Won schrumpfte, umgerechnet rund 148 Milliarden Dollar – der schwerste Verlust seiner Geschichte und das erste Verlustquartal seit sieben Quartalen 12. Der Crash läuft weiter: Am Dienstag gab der KOSPI um 4,3 Prozent nach, und SK Hynix−1.90% — SK Hynix, down 1.90 percent today schloss auf dem tiefsten Stand seit sechs Monaten 34.
Ausgerechnet auf dem Höhepunkt stoppte der Fonds das Rebalancing
Die Verluste sind hochkonzentriert: Auf Samsung Electronics−2.98% — Samsung Electronics, down 2.98 percent today und SK Hynix, an denen der Fonds mit 7,84 und 7,32 Prozent beteiligt ist, entfallen 131,1 Billionen Won des Verlusts – fast 72 Prozent des Gesamtverlusts 1. Bis Anfang Juli hatte der Fonds einen Rekordgewinn von 189 Billionen Won verbucht und gab ihn in einem einzigen Quartal vollständig wieder ab 2. Ausländische Anleger, die in diesem Jahr koreanische Aktien im Wert von rund 208 Billionen Won netto abverkauft haben, bestimmten den Kurs; der Pensionsfonds hätte eigentlich auffangen sollen, was sie übrig ließen 1. Stattdessen hatte er das Rebalancing während des Booms ausgesetzt, sodass der Puffer fehlte, als die Wette auf KI-Speicherchips kippte 2.
Zwei Chiphersteller machen 71,8 Prozent des 182-Billionen-Won-Verlusts des Pensionsfonds aus
Data
| Value | |
|---|---|
| Samsung Electronics | 74.23 |
| SK Hynix | 56.87 |
| SK Square | 10.87 |
| Samsung Electro-Mechanics | 7.59 |
| Alle übrigen Beteiligungen | 32.8 |
Wer die Zeche zahlt, lässt sich leicht benennen: die Versicherten des Pensionsfonds – und die jungen Kleinanleger, die sich im Boom auf die beiden Chiphersteller gestürzt haben. Bei einem Broker sind 74 Prozent der SK-Hynix-Aktionäre mit ihren Positionen im Minus, und manche junge Anleger schieben den Immobilienkauf auf 3. Ein Ausverkauf nützt niemandem – weshalb der Staat vom Gewährenlassen zum Nachhelfen übergegangen ist: Die Börsenaufsicht sagt, der geplante US-Börsengang von SK Hynix’ Tochter Solidigm verstoße gegen die Regeln für Doppelnotierungen, und ein Abgeordneter will, dass der Staatspräsident ihn stoppt 4. Das ist ein politischer Stützungsversuch in einem fallenden Markt, kein Kursboden.
Selbst ein Rekordquartal stoppt die Talfahrt nicht
Samsungs vorläufig gemeldeter operativer Rekordgewinn hat die Aktie trotzdem sinken lassen – ein Zeichen dafür, dass der Markt den Zyklus einpreist, nicht das Quartal 3. Der vollständige Quartalsbericht am 29. Oktober ist der nächste Test. Wenn sich die Speicherpreise halten, bleibt es bei Bewertungsverlusten; wenn nicht, wird der passiv gehaltene Bestand des Pensionsfonds zu einer politischen Entscheidung, die die Versicherten weiterhin zu Marktwerten verbuchen. So oder so gilt es zu lernen, wie dieser Zyklus funktioniert – bevor die eigenen Ersparnisse zum Ballast im Geschäft anderer werden.
Deepdive
AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.



