SpaceX ist inzwischen ein halber KI-Konzern – und Starlink zahlt die Rechnung

Super Intelligence liegt nun über der Hälfte des Konzernumsatzes und drehte in den ersten ausgewiesenen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar – in einem Quartal, das 16,4 Milliarden Dollar an Segment-Capex verschlang. Den KI-Ausbau tragen die Abo-Erlöse von Starlink und die Bilanz nach dem Börsengang, während jeder Abonnent weniger zahlt als vor einem Jahr.

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Richard TangRichard Tang · 3 min read
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Elon Musk steht in der Fabrikhalle von SpaceX in Hawthorne neben Strukturen aus Carbonfaser für die Dragon-Kapsel
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Elon Musk in der SpaceX-Fabrik in Hawthorne neben Fertigungsvorrichtungen für die Dragon-Kapsel. Mit dem zweiten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen ist Super Intelligence zur größten Sparte des Konzerns geworden.

Diese Zahlen verändern, was SpaceX ist

SpaceX+6.68% — SpaceX, up 6.68 percent today hat mit seinem zweiten Quartalsbericht als börsennotiertes Unternehmen jede relevante Kennzahl übertroffen – und den Schwerpunkt des Konzerns verschoben. Der Umsatz stieg um 161 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar, der Nettogewinn belief sich auf 4,4 Milliarden Dollar 1. Der Gewinn je Aktie von 0,35 Dollar übertraf die Konsensschätzung von 0,16 Dollar, im Nachbörsenhandel zog die Aktie um 1,5 Prozent zu 2.

Mehr als die Hälfte dieses Umsatzes, 7,6 Milliarden Dollar, stammte aus Super Intelligence, wie die frühere Sparte Artificial Intelligence inzwischen heißt. Sie drehte in ihren ersten ausgewiesenen operativen Gewinn von 431 Millionen Dollar – und das, obwohl sie 1,2 Milliarden Dollar an Aktienvergütung im Zusammenhang mit Cursor schluckte 1. Die installierte Rechenleistung („Nameplate Compute“) erreichte 1,7 Gigawatt 1. Das ist der Bericht, auf den unsere Vorschau vom 20. Oktober hinauslief.

Super Intelligence erzielt nun mehr als die Hälfte des SpaceX-Umsatzes

  • Super Intelligence$7.6B52.1%
  • Connectivity$5.2B35.6%
  • Alle übrigen Sparten$1.8B12.3%
Data
SliceValueShare
Super Intelligence$7.6B52.1%
Connectivity$5.2B35.6%
Alle übrigen Sparten$1.8B12.3%
Umsatz nach Sparten im dritten Quartal 2026, in Milliarden Dollar. Super Intelligence und Connectivity wie im Q3-Quartalsbericht 2026 ausgewiesen; alle übrigen Sparten sind der Rest der Gesamtsumme von 14,6 Milliarden Dollar.1

Der Gewinn entstand mitten auf einer Baustelle

Dieselben Tabellen beziffern den Wendepunkt. Die Capex von Super Intelligence belief sich im Quartal auf 16,4 Milliarden Dollar; über neun Monate lag sie beim 3,6-Fachen des eigenen Segmentumsatzes 1. Die Capex des Gesamtkonzerns belief sich auf 19,6 Milliarden Dollar – mehr als doppelt so hoch wie das bereinigte EBITDA von 8,8 Milliarden Dollar im Quartal 1.

Was diese Ausgaben in Umsatz verwandelt, lässt sich genau benennen: neu aktivierte Verträge für Cloud-Dienste, 608 Millionen Dollar Umsatz von Cursor$30B — Cursor, private, latest valuation $30B seit dem Closing am 14. August sowie die Verbreitung von Grok bei Unternehmens- und Privatkunden 1. Die Cloud-Verträge mit Google und Anthropic$350B — Anthropic, private, latest valuation $350B sollten erst spät im Quartal oder im Oktober hochfahren 3. Grok Bot, das dauerhaft aktive agentische System, ist die Anwendungsschicht, für die die Rechenleistung beschafft wird 1.

Erster operativer Gewinn – die Capex blieb mehr als doppelt so hoch wie der Umsatz

  • SI-Capex
  • SI-Umsatz
  • Operatives SI-Ergebnis
-$5,000M$0M$5,000M$10,000M$15,000M$20,000MQ3 2025Q2 2026Q3 2026Erster operativer Gewinn: 431 Mio.$
Data
SI-CapexSI-UmsatzOperatives SI-Ergebnis
Q3 2025$4,760M$813M-$1,722M
Q2 2026$15,828M$2,561M-$1,257M
Q3 2026$16,444M$7,560M$431M
Capex, Umsatz und operatives Ergebnis des Segments Super Intelligence, in Millionen Dollar je Quartal, wie in den Segmenttabellen der Quartalszahlen von SpaceX für das dritte Quartal 2026 ausgewiesen.1

Starlink ist die Geldpresse – und jeder Abonnent zahlt weniger

Connectivity, die Starlink-Sparte, ist die Geldpresse: das Abo-Geschäft, dessen Cash den KI-Ausbau finanziert – den Ofen. Das operative Ergebnis stieg um 99 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar; der Umsatz lag bei 5,2 Milliarden Dollar 1.

Erwirtschaftet hat die Sparte das mit 13,6 Millionen Privatabonnenten – fast doppelt so vielen wie vor einem Jahr –, die je 69 Dollar im Monat zahlen statt wie zuvor 83 Dollar 1. Die Abonnentenbasis wächst, während der Preis pro Abonnent sinkt. Hinzu kommen 85,7 Milliarden Dollar Nettoerlöse aus dem Börsengang und frische Schulden in zweistelliger Milliardenhöhe 1. So finanzieren ein Abo-Franchise und die Bilanz nach dem Börsengang einen Ausbau, der sich bislang selbst nicht trägt.

Was der Ergebnis-Beat unbeziffert lässt

Der am 8. Oktober unterzeichnete 800-MHz-Frequenzvertrag, ein bundesweites Portfolio gepaarter Frequenzen im unteren Frequenzband von bis zu 14 Megahertz, wird in der Mitteilung ohne Preisangabe genannt; das Closing wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet 1. Berichten zufolge kostet der Deal rund 8 Milliarden Dollar in bar – für Frequenzen, die T-Mobile im August an Grain Management abgegeben hatte; an dem Tag, an dem der Deal bekannt wurde, verlor T-Mobile+0.59% — T-Mobile, up 0.59 percent as of its last quote 13,2 Prozent 45. Diesen Preis haben wir am 15. Oktober eingeordnet.

Das Argument der Bären – und die Kennzahl, die es beantwortet

Die Schwachstellen, die der Ergebnis-Beat unberührt lässt, sind genau die, die die Bären bereits benannt hatten: der sinkende ARPU von Starlink und der Kapitalverbrauch des KI-Ausbaus 6. Diese Sorgen hatten die Aktie bis zur Veröffentlichung 7,7 Prozent unter dem Ausgabekurs des Börsengangs im Juni gehalten 7. Finanzchef Bret Johnsen antwortet mit dem, was die Quartalsmitteilung als „Aufbau der Infrastruktur der Zukunft mit Disziplin“ bezeichnet 1.

Die entscheidende Zahl des nächsten Quartals ist der Umsatz pro Gigawatt – die Kennzahl, die Analysten schon im Vorfeld hervorgehoben hatten 3. Wenn die Rechenleistung, die über diese 1,7 Gigawatt hinaus dazukommt 1, mehr Umsatz pro Gigawatt erwirtschaftet als die erste Tranche, muss Starlink den Ausbau nicht länger tragen.

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AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.

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