Dell verliert rund 40 Milliarden Dollar – IT-Chefs ziehen Bestellungen von 2027 nach 2026 vor und rechnen bis 2028 mit stagnierenden Budgets
Morgan Stanleys Umfrage unter IT-Chefs (CIOs) erschien am 14. Oktober – am selben Handelstag stufte Barclays Dell, Hewlett Packard Enterprise und den Speicheranbieter NetApp ab, und Dell verlor rund 40 Milliarden Dollar an Börsenwert. Die Einkäufer sagen, sie ziehen Käufe von 2027 nach 2026 vor, um den von Speicherpreisen angetriebenen Preisanstiegen zu entgehen; zugleich rechnen sie damit, dass ihre Budgets bis 2028 stagnieren oder sinken.
Vincent Jiang · 3 min read
CIOs kaufen früher, um den Speicherpreisen zu entgehen
Warum die Manager, in deren Händen die Hardware-Budgets der Konzerne liegen, früher einkaufen, haben sie Morgan Stanley−2.65% — Morgan Stanley, down 2.65 percent today in seiner aktuellen Umfrage unter den CIOs erklärt: Speichersysteme kosten rund 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Server etwa 14 Prozent und PCs 10 Prozent – die Anstiege sind damit rund doppelt so hoch wie diejenigen, die die Bank in ihrer Umfrage zum ersten Quartal ermittelt hatte 1.
Die Version der Verkäufer bekam die Wall Street am selben Handelstag zu hören. Barclays stufte Dell−12.83% — Dell, down 12.83 percent today, Hewlett Packard Enterprise−10.96% — Hewlett Packard Enterprise, down 10.96 percent today und NetApp−7.98% — NetApp, down 7.98 percent today – allesamt Anbieter von Servern und Speichersystemen – von „Overweight“ auf „Equal Weight“ herab, die neutrale Einstufung, und senkte das Kursziel für Dell von 603 auf 574 Dollar 23. Dell führte die Verlierer im S&P 500 an und schloss 11,3 Prozent tiefer bei 507,93 Dollar – der schlechteste Handelstag seit April 2025, mit einem Verlust von rund 40 Milliarden Dollar an Börsenwert 52.
Im vierten Quartal steht der nächste zweistellige Preisanstieg an
Die Antwort der Einkäufer: früher kaufen. 43 Prozent der CIOs haben einen Teil der für 2027 geplanten Ausgaben für Server ins Jahr 2026 vorgezogen, bei Speichersystemen 40 Prozent, bei PCs 32 Prozent; 75 bis 83 Prozent berichten von Anpassungen ihrer Budgets für 2026 durch vorgezogene Käufe 1. TrendForce, ein auf Speicherchips spezialisiertes Marktforschungsinstitut, erwartet für das vierte Quartal einen weiteren Anstieg der Kontraktpreise um 10 bis 15 Prozent bei konventionellen DRAM-Chips und um 15 bis 20 Prozent bei NAND-Flash 18.
Dieselben Einkäufer, die 2027er Bestellungen vorziehen, rechnen bis 2028 mit gleichbleibenden Budgets
- Teil der 2027-Ausgaben ins Jahr 2026 vorgezogen
- Erwarten bis 2028 gleichbleibende oder sinkende Budgets
Data
| Teil der 2027-Ausgaben ins Jahr 2026 vorgezogen | Erwarten bis 2028 gleichbleibende oder sinkende Budgets | |
|---|---|---|
| Server | 43 | 72 |
| Speichersysteme | 40 | 68 |
| PCs | 32 | 75 |
Dieselben Einkäufer datieren das Ende des Booms
Dieselben Befragten haben den Ausgaben ein Ablaufdatum gegeben. Bis 2028 erwarten 75 Prozent von ihnen gleichbleibende oder sinkende Budgets für PCs; bei Servern sagen das 72 Prozent, bei Speichersystemen 68 Prozent 1. Nur 29 Prozent der KI-Inferenz-Workloads sollen in den kommenden zwölf Monaten auf unternehmenseigener Hardware laufen – kaum mehr als die 27 Prozent des Vorquartals 1.
Tim Long, Analyst bei Barclays, liest dieselben Zahlen von der Verkäuferseite. Die Stärke der Enterprise-Erlöse sei „eher eine Folge der Speicherkosten als ein Übergang zu Enterprise-KI“, schreibt er; „das Gros dieses Wachstums“ stamme von höheren ASPs – durchschnittlichen Verkaufspreisen –, mit denen die Hersteller die steigenden Speicherpreise ausgleichen 63. Die sieben von ihm gedeckten Aktien mit Enterprise-Exposure haben in diesem Jahr rund 140 Prozent zugelegt, der S&P 500 dagegen 14 Prozent; sie notieren nahe dem 21-Fachen des für 2027 geschätzten Gewinns, gegenüber einem Fünfjahresschnitt von rund 15 4.
Eine Bewertung zwei Standardabweichungen über dem historischen Schnitt
Morgan Stanley gibt sich kaum freundlicher. Die Bank belässt Dell auf „Equal Weight“ (neutrale Einstufung) mit einem Kursziel von 511 Dollar und beziffert ihre IT-Hardware-Gruppe auf rund das 22-Fache der erwarteten Gewinne – etwa zwei Standardabweichungen über dem historischen Durchschnitt 1.
Dells Quartalsumsätze sind in zwei Jahren um 88 Prozent gestiegen
Data
| Umsatz | |
|---|---|
| Q1 '24 | $22.2B |
| Q2 '24 | $25B |
| Q3 '24 | $24.4B |
| Q4 '24 | $23.9B |
| Q1 '25 | $23.4B |
| Q2 '25 | $29.8B |
| Q3 '25 | $27B |
| Q4 '25 | $33.4B |
| Q1 '26 | $43.8B |
| Q2 '26 | $47B |
Die Bullen antworten am 24. November
Das Gegenargument hat Substanz. Michael Dell, Gründer und Konzernchef, sagte am selben Tag bei CNBC, die Nachfrage nach KI-Infrastruktur werde das Angebot noch bis 2030 übersteigen – und dass die breitere Adoption im Enterprise-Geschäft beginne, zum Wachstum beizutragen 6. Das eigene Modell von Barclays rechnet in diesem Geschäftsjahr mit einer Verdreifachung von Dells Umsatz mit KI-Servern auf 75 Milliarden Dollar; bis zum Geschäftsjahr 2028 sieht es sogar Spielraum für über 100 Milliarden Dollar 4.
Die Einkäufer setzen Dell auch weiterhin auf Platz eins bei den Ausgabeabsichten für die kommenden drei Jahre: netto 31 Prozent, also der Anteil der Befragten, die mehr bei dem Hersteller ausgeben wollen, abzüglich des Anteils derer, die weniger ausgeben wollen. Dahinter folgen HPE mit 28 Prozent sowie die Speicheranbieter Pure Storage mit 22 und NetApp mit 18 Prozent 1. In die Bewährungsprobe mischt sich inzwischen auch das Angebot: Silver Lake, die Beteiligungsgesellschaft, die Dell 2013 von der Börse nahm, hat seit Anfang Juni rund 1,86 Millionen Aktien verkauft 7.
CIOs sehen Dell bei den Dreijahres-Ausgabeplänen weiterhin vorn
Data
| Value | |
|---|---|
| Dell | 31% |
| HPE | 28% |
| Pure Storage | 22% |
| NetApp | 18% |
Der 24. November muss zeigen, woher das Wachstum stammt
Dells zweites Geschäftsjahresquartal, das am 31. Juli endete, brachte einen Umsatz von 46,97 Milliarden Dollar – ein Plus von 58 Prozent gegenüber dem Vorjahr 19. Der Bericht vom 24. November muss zeigen, wie viel von diesem Wachstum kein vorgezogenes Geld aus dem Jahr 2027 ist – denn die Einkäufer haben bereits gesagt, wohin ihre Budgets als Nächstes fließen 1.
Deepdive
AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.



