Disney wirft der FCC vor, ABC-Lizenzverlängerungen um Jahre vorgezogen zu haben – um Druck auszuüben und Gerichte zu umgehen
In seiner Eingabe vom 12. Oktober argumentiert Disney, die FCC habe die vorgezogene Lizenzüberprüfung gewählt, um ABC zu nötigen und sich der gerichtlichen Kontrolle zu entziehen; die Forderung eines Senators nach einer Untersuchung wegen des zurückgezogenen Anduril-Berichts von ABC eröffnet vor Disneys Bilanzkonferenz am 17. November eine zweite Front.
Vincent Jiang · 3 min read
Jimmy Kimmels Interview mit James Talarico, einem Demokraten aus Texas, der für den Senat kandidiert, lief in diesem Monat auf YouTube−2.89% — YouTube, down 2.89 percent today – statt bei ABC. Warum, erklärte Disneys−0.07% — Disneys, down 0.07 percent today leitende Anwältin Beth Wilkinson am 6. Oktober vor einem Bundesgericht: „The View“ habe die Auswahl der Clips geändert, und, mit ihren Worten: „Wir beobachten alles, was wir tun.“ Der Beobachter ist die Federal Communications Commission (FCC), die US-Medienaufsicht. In ihrer Hand liegen die Lizenzen, die acht ABC-Sender auf Sendung halten. 12
Lizenzen Jahre früher eingefordert
Die FCC ordnete diese Verlängerungen am 28. April an, mit einer Frist bis zum 28. Mai – obwohl die Lizenzen erst zwischen 2028 und 2031 zur Verlängerung anstanden. Nach Angaben von Disney hatte die Behörde seit mehr als fünf Jahrzehnten keine Verlängerung vorzeitig erzwungen. Der Konzern reichte die Anträge unter Protest ein, nannte die Anordnung „rechtswidrig, willkürlich und verfassungswidrig“ und zog im August vor Gericht. Das Risiko lastet auf einem Unternehmen, das im Juni-Quartal 25,2 Milliarden Dollar Umsatz verbuchte. 345
Acht ABC-Lizenzen stecken in einem Konzern mit rund 25 Milliarden Dollar Umsatz pro Quartal
Data
| Umsatz | |
|---|---|
| Q1 2024 | $22.08B |
| Q2 2024 | $23.16B |
| Q3 2024 | $22.57B |
| Q4 2024 | $24.69B |
| Q1 2025 | $23.62B |
| Q2 2025 | $23.65B |
| Q3 2025 | $22.46B |
| Q4 2025 | $25.98B |
| Q1 2026 | $25.17B |
| Q2 2026 | $25.25B |
Die Alternativen, die die Regierung einräumte
Offiziell stützt sich die FCC auf eine Untersuchung möglicher rechtswidriger Diskriminierung bei Einstellungen, Beförderungen und Bezahlung bei Disney – nicht auf dessen Programm. 37 Auf die Frage in der Anhörung vom 6. Oktober, mit welchen anderen Instrumenten sich Dokumente erzwingen ließen, hatte Dimitar Georgiev-Remme, Anwalt des US-Justizministeriums, keine unmittelbare Antwort parat. Richterin Loren AliKhan ordnete ergänzende Schriftsätze an. Die Eingabe der Regierung vom 9. Oktober räumte ein, dass es Alternativen gab – behördliche Vorladungen, Geldbußen und Anhörungen –, und nannte die vorgezogene Verlängerung „das beste Werkzeug für diese Aufgabe“. Diese Alternativen hätten eine Vollstreckung vor Bundesgerichten erfordert. 16
Disneys Erwiderung vom 12. Oktober macht aus diesem Zugeständnis den Vorwurf: Die Regulierer hätten versucht, „maximalen Zwangsdruck auf das Medienunternehmen auszuüben, dessen Äußerungen die Regierung einzudämmen suchte, und sich dabei bewusst der gerichtlichen Kontrolle zu entziehen“. Selbst eine erst Jahre später erteilte Verlängerung, so Disneys Argument, bietet keine Abhilfe für redaktionelle Entscheidungen, die unter dem Lizenzverfahren bereits gefallen sind. 67
Eine zweite Front, in Dollar aus Ohio
Senator Bernie Moreno aus Ohio forderte die FCC am 11. Oktober zur Untersuchung auf – Anlass ist ein zurückgezogener Bericht vom 7. Oktober über Investitionen der Familie Trump. Darin wurde 1789 Capital, bei dem Donald Trump Jr. Partner ist, eine Beteiligung an Anduril$123.86B — Anduril, private, latest valuation $123.86B im Wert von 2,5 Milliarden Dollar zugeschrieben. Die korrigierte Fassung spricht von rund 50 Millionen Dollar innerhalb einer größeren Finanzierungsrunde. Andurils Werk Arsenal-1 in Morenos Bundesstaat ist eine Wette von fast einer Milliarde Dollar auf mehr als 4.000 Jobs. 89

ABC schrieb von 2,5 Milliarden Dollar – real waren es 50 Millionen
Data
| Value | |
|---|---|
| Tatsächliche Beteiligung von 1789 Capital | $50M |
| Anduril-Werk Arsenal-1, Ohio | nearly $1B |
| Runde, die ABC 1789 zuschrieb | $2.5B |
Zuständigkeit – und ein echter Fehler
Die Antwort der US-Regierung: Zuständigkeit. Der US-Kongress habe abschließende Lizenzentscheidungen den Berufungsgerichten zugewiesen, und ABC sei, so der Wortlaut, „ein reguliertes Unternehmen, das derzeit von seinem Regulierer überprüft wird“. 27 Allerdings hat ABC seinen Kritikern auch echtes Material geliefert: Der Sender löschte den Bericht ohne Angabe von Gründen, bevor die Korrektur Fehler bei Investitionen, Verträgen und der zeitlichen Abfolge einräumte. 89 Der von der FCC selbst veröffentlichte Maßstab untersagt Zensur, verlangt den Nachweis einer absichtlichen Verzerrung und erstreckt sich nicht eindeutig auf Online-Artikel. 9
Ein Urteil macht den Preis
Richterin AliKhan hat noch nicht entschieden; die letzten Schriftsätze beider Seiten waren zum 14. Oktober fällig. 2 Die Disney-Aktie notierte am 15. Oktober bei 110,68 Dollar, und am 17. November veranstaltet der Konzern seine Bilanzkonferenz zum vierten Fiskalquartal – die erste Zahlenveröffentlichung, bei der über die einstweilige Verfügung entschieden ist oder eben noch nicht. 10 Was ihr Urteil bewertet, liegt auf der Hand: ob ein Lizenzdossier einen Sender erst in seiner Meinungsfreiheit einschüchtern kann – und sich danach vor keinem Richter verantworten muss.
Deepdive
AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.



