Berkshire steckt weitere 330 Millionen Dollar in Bending Spoons – 1,8 Milliarden für das einst mit 17,5 Milliarden bewertete Miro

Berkshire Hathaways Nachschuss über 330 Millionen Dollar ließ die Aktie des Software-Roll-ups binnen eines Tages um rund 41 Prozent steigen; zum Handelsschluss am Freitag stand sie bei 47,07 Dollar, mit einem Minus von 15,6 Prozent. Ob das Papier hält, hängt nun davon ab, ob Miros 600 Millionen Dollar Umsatz mit Enterprise-Kunden die Strategie drastischer Preiserhöhungen überlebt, die bei Airtable bereits die ersten Mitarbeiter vor die Tür setzt.

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Vincent JiangVincent Jiang · 3 min read
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Greg Abel, Konzernchef von Berkshire Hathaway
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Greg Abel, Konzernchef von Berkshire Hathaway: Sein Unternehmen hat beim Börsengang im Juli und bei der Privatplatzierung im Oktober inzwischen insgesamt 930 Millionen Dollar in Bending Spoons gesteckt.

Am 14. Oktober 2026 kaufte Berkshire Hathaway+1.02% — Berkshire Hathaway, up 1.02 percent today 10 Millionen neu ausgegebene Aktien von Bending Spoons−0.92% — Bending Spoons, down 0.92 percent today zu je 33 Dollar – eine Privatplatzierung über 330 Millionen Dollar – und erhöhte damit seinen Anteil auf 4 Prozent 12. Bending Spoons ist ein Mailänder Serienkäufer in die Jahre gekommener Softwaremarken. Die Aktie legte an diesem Tag um rund 41 Prozent zu 34.

Die Platzierung kam obendrauf: 600 Millionen Dollar hatte Berkshire beim Nasdaq-Börsengang am 1. Juli gezeichnet, zu 29 Dollar je Aktie. Die Marken des Konzerns reichen von Evernote$200M — Evernote, private, latest valuation $200M und Vimeo$1.38B — Vimeo, private, latest valuation $1.38B bis zu AOL$1.4B — AOL, private, latest valuation $1.4B 125. Zum Handelsschluss am Freitag stand die Aktie bei 47,07 Dollar – ein Tagesminus von 15,6 Prozent – und damit nahe einer Marktkapitalisierung von 30 Milliarden Dollar, nach einer Woche, die bis Donnerstag ein Plus von 27 Prozent gebracht hatte 312.

Zwei Unicorns zum Schrottpreis verkauft

Am 10. September 2026 einigte sich Bending Spoons auf die Übernahme von Miro, dem Anbieter von Online-Whiteboards, für 1,355 Milliarden Dollar für das Geschäft; für die Anteile sind es rund 1,79 Milliarden Dollar, zählt man Miros$1.79B — Miros, private, latest valuation $1.79B Barmittel hinzu. Zum Vergleich: Im Januar 2022 war Miro noch mit 17,5 Milliarden Dollar bewertet 567. Miro bringt rund 600 Millionen Dollar an wiederkehrenden Jahresumsätzen mit (Annual Recurring Revenue), davon fast 90 Prozent von Geschäfts- und Enterprise-Kunden – und fast 4 Millionen zahlende Nutzer 56.

Eine frühere Übernahme hatte Bending Spoons schon am 4. September abgeschlossen: Airtable$1.285B — Airtable, private, latest valuation $1.285B, der No-Code-App-Baukasten aus San Francisco, wechselte zu einem Enterprise Value von 1,285 Milliarden Dollar den Besitzer – rund ein Zehntel der 11,7 Milliarden Dollar, mit denen Airtable im Dezember 2021 auf dem Höhepunkt bewertet war 78. Am 12. Oktober erfuhr die Belegschaft, dass ein großer Teil des Teams aus der Zeit vor der Übernahme bis Ende der Woche gehen wird – mit stattlichen Abfindungspaketen 38.

Zwei Unicorns der Pandemiezeit, verkauft für einen Bruchteil ihrer Höchstbewertung

  • Höchste private Bewertung
  • Verkauf 2026, Eigenkapitalwert
$0B$5B$10B$15B$20BMiro$1.79B$17.50B-90%Airtable$2.25B$11.70B-81%
Data
Höchste private BewertungVerkauf 2026, EigenkapitalwertChange
Miro$17.50B$1.79B-89.8%
Airtable$11.70B$2.25B-80.8%
Eigenkapitalwert einschließlich Nettobarmittel beim Verkauf im Vergleich zur höchsten privaten Bewertung; Miro erreichte seine Höchstbewertung im Januar 2022, Airtable im Dezember 2021. Quellen: Unternehmensmitteilungen und Presseberichte, September bis Oktober 2026.5,7,8

Drastische Preiserhöhungen haben bei Konsumenten funktioniert. Miros Käufer sind Unternehmen.

Die Methode ist die Preiserhöhung. Nachdem Bending Spoons die Notiz-App Evernote übernommen hatte, verteuerte sich das Jahresabo für Privatkunden von 70 auf 130 Dollar. Zwischen 2022 und 2025 stieg Evernotes Umsatz um 30 Prozent, während die Nutzerzahl um 48 Prozent sank 39. Evernotes Kunden waren Einzelnutzer mit persönlichen Abos – keine Unternehmen mit Verträgen.

In den gemeldeten Zahlen steckt derselbe Druck. Im zweiten Quartal verbuchte Bending Spoons einen Umsatz von 704 Millionen Dollar, ein Plus von 126 Prozent, und einen Nettogewinn von 177 Millionen Dollar. Doch ohne die zugekauften Umsätze wuchs das Geschäft nur um 3 Prozent – und die Netto-Umsatzbindungsquote (Net Revenue Retention), also der Anteil des Abonnementumsatzes des Vorjahres, der noch hereinkommt, lag in jedem ausgewiesenen Zeitraum zwischen 91 und 95 Prozent. Die bestehende Basis bröckelt also weiter 91011.

Der Umsatz hat sich in einem Jahr mehr als verdoppelt – fast alles davon zugekauft

  • Umsatz
  • Operative Marge (%)
-$200M$0M$200M$400M$600M$800MQ1/25Q2/25Q4/25Q1/26Q2/26$704.16M
Data
UmsatzOperative Marge (%)
Q1/25$258.95M-$1.8M
Q2/25$311.1M$32.3M
Q4/25——
Q1/26$601.32M$20M
Q2/26$704.16M$34.1M
Ausgewiesener Umsatz und operative Marge je Kalenderquartal, laut den SEC-Unterlagen des Unternehmens; das vierte Quartal 2025 wurde auf dieser Basis nicht ausgewiesen. Für die Umsatzsprünge sorgen die Übernahmen. Quelle: SEC-Unterlagen von Bending Spoons, abgerufen am 19. Oktober 2026.14

Miros 600 Millionen Dollar liegen anders: in Unternehmensbudgets mit festen Verlängerungsterminen und in Konkurrenz zu Alternativen, die den Einkäufern längst bekannt sind – darunter Canva, Figma+7.08% — Figma, up 7.08 percent today und Microsoft−0.15% — Microsoft, down 0.15 percent today 6. Bending-Spoons-Konzernchef Luca Ferrari sagt, die Umsatzbindungsquote liege inzwischen im hohen 90er-Bereich – ohne eine konkrete Zahl zu nennen 9. Berkshires Kauf hat den Aktienkurs einen Tag lang bewegt. Die Bewertung selbst hängt davon ab, ob Miros Kunden verlängern.

Der bestehende Abonnementumsatz ist in jedem ausgewiesenen Jahr geschrumpft

%0%50%100202320242025Q1/26100 %: Umsatz unverändert
Data
Netto-Umsatzbindungsquote
2023%93
2024%91
2025%95
Q1/26%94
Netto-Umsatzbindungsquote nach der eigenen Definition des Unternehmens, laut Börsengangsprospekt; Werte unter 100 Prozent bedeuten, dass ein erheblicher Teil des Abonnementumsatzes des Vorjahres weggebrochen ist. Nach dem Börsengang hat Bending Spoons die Kennzahl nicht mehr ausgewiesen. Quelle: Wall Street Journal, September 2026.9

Zwei Termine entscheiden über diese Wette

Auch für die bullische These gibt es Belege. Analysten von Mizuho nannten Berkshires Nachschuss einen Vertrauensbeweis, und einige Miro-Anteilseigner überführen 295 Millionen Dollar ihres Verkaufserlöses in Bending-Spoons-Aktien 35. Warren Buffett hat den Konzernchefposten von Berkshire an Greg Abel übergeben; dieser betreut gemeinsam mit dem Anlagemanager Ted Weschler das Aktienportfolio. Wer von beiden Bending Spoons ausgesucht hat, ist unklar; Berkshire lehnte eine Stellungnahme ab 413.

Die Übernahme von Miro wird im vierten Quartal 2026 abgeschlossen. Das erste Quartal mit konsolidierten Miro-Zahlen wird zeigen, ob die 600 Millionen Dollar wiederkehrender Jahresumsätze drastische Preiserhöhungen überstehen 5. Wenn die Preiserhöhungen greifen, stehen die Verlierer bereits fest: Miros 4 Millionen zahlende Nutzer und die Firmenkunden, denen die Erhöhungen bevorstehen. Die Airtable-Mitarbeiter, die gehen, haben bereits gezahlt.

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AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.

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