Cognizant verlängert mit Gilead um fünf Jahre – zwei Tage später macht Washington die Tür für Green Cards zu
Der Ausschluss aus dem PERM-Programm am 8. Oktober ließ die H-1B-Visa unberührt; genau diese Lesart trieb Indiens IT-Aktien am 13. Oktober um 4,4 Prozent nach oben. Cognizant, der einzige Konzern mit Sitz in den USA unter den sechs suspendierten IT-Dienstleistern, ist der Prüfstein für diese Annahme: 75,3 Prozent des Umsatzes entfallen auf Nordamerika, und die Bullen-These setzt auf eine Margenwende im Dezemberquartal.
Vincent Jiang · 3 min read
Ein Fünfjahresvertrag, zwei Tage vor dem Türschluss
Am 6. Oktober unterzeichnete Surya Gummadi, Präsident der Amerika-Region von Cognizant+2.78% — Cognizant, up 2.78 percent as of its last quote, eine Verlängerung des Technologieauftrags für den Arzneimittelhersteller Gilead Sciences um fünf Jahre 1. Zwei Tage später schloss das US-Arbeitsministerium seinen Arbeitgeber ebenso aus dem PERM-Programm aus wie Microsoft, Adobe, Infosys, Tata Consultancy Services, Wipro, HCL Technologies und Capgemini – jenen Schritt der Arbeitsmarktzertifizierung, den ein Arbeitgeber durchlaufen muss, bevor er für eine ausländische Arbeitskraft eine Green Card beantragen kann 23. The Inference berichtete am 11. Oktober, Washington habe Microsoft aus dem Green-Card-Verfahren ausgeschlossen und die beiden größeren Visa-Sponsoren verschont.
Neue PERM-Anträge der acht Konzerne werden abgelehnt, anhängige nicht mehr bearbeitet 2. Der Bericht von Cognizant über das dritte Quartal am 29. Oktober prüft als erste Veröffentlichung, was die Rallye vom 13. Oktober eingepreist hat 10.
Was eingefroren wurde – und wer verschont blieb
Die H-1B-Arbeitsvisa selbst blieben unberührt 4. Ein Ingenieur bei einem ausgeschlossenen Konzern kann weiterhin für eine Green Card gesponsert werden – nur eben nicht von der Firma, für die er arbeitet. Arbeitsminister Keith Sonderling bezifferte die Größenordnung des Falls: Seit 2009, so der Minister, hätten die acht Konzerne fast drei Millionen ausländische Arbeitskräfte angefragt und dabei mehr als 230.000 H-1B-Genehmigungen und 100.000 Arbeitsmarktzertifizierungen erhalten 5.
Die größten Sponsoren blieben verschont. Amazon−0.43% — Amazon, down 0.43 percent today erhielt im Haushaltsjahr 2025 19.178 H-1B-Genehmigungen und Meta+2.69% — Meta, up 2.69 percent today 6.294, gegenüber 6.258 bei Microsoft+0.34% — Microsoft, up 0.34 percent today – ausgeschlossen wurden die beiden nicht 2. Bei den Anträgen im Jahr 2026 führt Amazon mit 35.426, Cognizant folgt auf Platz zwei, Microsoft auf Platz vier 5.
Die beiden größten H-1B-Sponsoren des Haushaltsjahres 2025 blieben vom Stopp verschont
Data
| H-1B-Genehmigungen Haushaltsjahr 2025 | |
|---|---|
| Amazon | 19,178 |
| Meta | 6,294 |
| Microsoft | 6,258 |
Der Markt hat Eindämmung eingepreist, die Quartalszahlen werden die Betroffenheit ausweisen
Am 13. Oktober sprang der Nifty IT, der Benchmark für Indiens börsennotierte IT-Exporteure, um 4,4 Prozent hoch, HCL Technologies um 7 Prozent – getrieben von den Quartalszahlen und von der Einschätzung, dass der PERM-Stopp zu verkraften ist 6. TCS erklärt, die Zahl eigener PERM-Anträge habe sich über zwei Jahre im einstelligen Bereich bewegt; Infosys meldete der Börse am 10. Oktober, keine wesentlichen Auswirkungen zu erwarten 4. Analysten von Kotak Institutional Equities erklärten ihren Kunden, die betroffenen Beschäftigten seien nur ein kleiner Teil einer ohnehin bereits lokal aufgebauten Belegschaft in den USA 6.
Diese Rechnung beruht auf Belegschaften, deren Arbeit überwiegend aus Indien erbracht wird. Cognizant, der einzige Konzern mit Sitz in den USA unter den sechs suspendierten IT-Dienstleistern, erzielte im zweiten Quartal 75,3 Prozent seines Umsatzes von 5,5 Milliarden Dollar in Nordamerika 7. Die operative Marge nach GAAP liegt bei 15,9 Prozent, nach einem Höchststand von 16,7 Prozent Anfang 2025; die bereinigte Prognose für das Gesamtjahr von 16,0 bis 16,2 Prozent unterstellt eine Ausweitung um 20 bis 40 Basispunkte 78.
Cognizants operative Marge erreichte Anfang 2025 mit 16,7 Prozent ihren Höchststand – und gibt seither nach
Data
| Operative Marge nach GAAP | |
|---|---|
| Q3/23 | 14 |
| Q4/23 | 15.2 |
| Q1/24 | 14.6 |
| Q2/24 | 14.6 |
| Q3/24 | 14.6 |
| Q4/24 | 14.8 |
| Q1/25 | 16.7 |
| Q2/25 | 15.6 |
| Q3/25 | 16 |
| Q4/25 | 16 |
| Q1/26 | 15.6 |
| Q2/26 | 15.9 |
Die Margenwende fällt in dasselbe Quartal wie die Kosten des PERM-Stopps
Steven Wahrhaftig, Analyst bei Wedbush, hält an der Bullen-These fest – Einstufung „Outperform“, Kursziel 70 Dollar. Für die Quartalszahlen am 29. Oktober erwartet der Konsens 1,46 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 5,65 Milliarden Dollar 9. Die Margenwende beruht auf „Project Leap“, einer Restrukturierung mit einem Gesamtvolumen von 230 bis 320 Millionen Dollar. Im zweiten Quartal fielen davon 84 Millionen Dollar an. Der Rest verteilt sich auf das dritte und vierte Quartal, die Ersparnisse kommen erst im Haushaltsjahr 2027 97. Kotak weist darauf hin, dass Subunternehmerkosten die Margen kurzfristig belasten – beide Belastungen fallen also in dasselbe Quartal 611.
Die Telefonkonferenz am 29. Oktober liefert die Antwort
Kotak nennt selbst die Schwelle: Das Risiko wird erst wesentlich, wenn Beschränkungen bestehende Arbeitsgenehmigungen, Standorte bei Kunden oder das Outsourcing-Geschäft erfassen – genau das tut diese Maßnahme nicht 6. Vizepräsident JD Vance nennt das H-1B-Programm von Betrug durchsetzt; Belege für Betrug durch Microsoft hat das Weiße Haus allerdings bislang nicht vorgelegt. Microsoft wiederum sagt, 80 Prozent seiner rund 6.000 Anträge hätten bereits beschäftigten Mitarbeitern gegolten 2. Infosys legt am 23. Oktober Zahlen vor, Cognizant folgt am 29. Oktober vor Börsenbeginn 410. Die Frage in dieser Telefonkonferenz ist eng gefasst: Hält die Margenprognose von 16,0 bis 16,2 Prozent stand, ohne dass ein neuer Posten für Immigrations- und Subunternehmerkosten hinzukommt?
Deepdive
AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.



