Der Minecraft-Sieg kostete Googles Gemini-Agenten 1.040 Dollar an Tokens – zum Vollpreis
Eine Studie von Google DeepMind stellt dem Einsatz von Frontier-Agenten eine aufgeschlüsselte Rechnung aus: vier Gemini-4-Argon-Agenten, 27 Stunden, ein toter Enderdrache, rund 520 Dollar zum Einführungspreis. Zum 1. Dezember verdoppeln sich sämtliche Preise. Der günstigste je dokumentierte Kill gehört weiterhin einem Modell von Anthropic – dem die Werkzeuge mitgegeben wurden.
Vincent Jiang · 3 min read
Vier Agenten, 27 Stunden, eine Rechnung
Vier Agenten, angetrieben von Gemini 4 Argon, dem Reasoning-Spitzenmodell von Google, wurden in eine zufällig generierte Minecraft-Welt im Überlebensmodus geworfen. Eine einzige Anweisung: Tötet den Enderdrachen, den Endgegner des Spiels 12. 27 Stunden und 14 Minuten später war der Drache tot 1.
Das Ergebnis stammt aus einer auf arXiv veröffentlichten Studie vom 15. Oktober, die die Forscher Maxence Faldor, Satinder Singh und Roberta Raileanu von Google DeepMind vorgelegt haben 1. Die Agenten schrieben sämtliche ihrer 2.783 Programme selbst, tauschten 229 Chat-Nachrichten aus und starben 605-mal. Die Forscher verfolgten den Lauf über ein Live-Dashboard – eingreifen mussten sie nie 13.
Neu ist die Rechnung. Der Lauf verbrauchte auf rund 24.000 Modellaufrufe etwa 1,35 Milliarden Eingabe-Tokens; 91 Prozent dieser Tokens kamen aus dem Cache 45. Die Forscher beziffern die Kosten auf rund 520 Dollar zum Einführungspreis von Argon – und auf 1.040 Dollar zum Standardpreis 45.
Ein fünfter Agent überwachte den Lauf auf Betrug und wurde nicht fündig. Rechnet man ihn mit, kostete die gesamte Sitzung rund 810 Dollar, zum Standardpreis 1.620 Dollar 45.
Der günstigste Kill gelang mit Werkzeugen von Menschenhand
Der günstigste je dokumentierte Drachenkill stammt nicht von Google−1.83% — Google, down 1.83 percent today. Ein Lauf aus der Community mit Claude Opus 5 von Anthropic$350B — Anthropic, private, latest valuation $350B erledigte denselben Gegner in 3 Stunden und 56 Minuten – mit 388 Werkzeugaufrufen, einem einzigen Tod und rund 93 Dollar, umgerechnet auf API-Preise 5. Der Unterschied: Dieses Modell bekam 37 vorgefertigte, hochwertige Werkzeuge an die Hand gestellt 5.
Googles Agenten bekamen außer Mineflayer, einer Open-Source-Bibliothek für Bots, nichts. Jedes Werkzeug schrieben sie selbst – und 22 Prozent dieser Programme warfen trotzdem Fehler 45. Der günstigste dokumentierte Lauf ist zugleich derjenige, bei dem Menschen die Spiellogik geschrieben hatten.
Zum Vergleich: GPT-6 Astra von OpenAI$1.18T — OpenAI, private, latest valuation $1.18T brauchte im September rund 24 Stunden, um das Spiel Portal durchzuspielen – bei Token-Kosten von 571 Dollar 5.
Token-Rechnung pro Lauf: 93 Dollar mit fertigen Werkzeugen, 1.040 Dollar ohne
- Estimate
Data
| Value | |
|---|---|
| Opus 5, Minecraft | $93 |
| Argon, Minecraft (Einführungspreis) | $520 |
| GPT-6 Astra, Portal | $571 |
| Argon, Minecraft (Listenpreis) (estimate) | $1,040 |
Rund zwanzig Dollar pro Stunde – bis zum 1. Dezember
Zum 1. Dezember verdoppelt sich jeder Argon-Preis: Eingabe, Ausgabe und Cache gleichermaßen
- Einführungspreis
- Listenpreis ab 1. Dezember
Data
| Einführungspreis | Listenpreis ab 1. Dezember | |
|---|---|---|
| Eingabe pro 1 Mio. Tokens | $2 | $4 |
| Ausgabe pro 1 Mio. Tokens | $10 | $20 |
| Eingabe aus dem Cache pro 1 Mio. Tokens | $0.1 | $0.2 |
Teilt man jede Rechnung durch die Laufzeit, liegen die drei Läufe dicht beieinander. Opus 5 kostete rund 24 Dollar pro Stunde, GPT-6 Astra ebenso und die Argon-Agenten rund 19 Dollar. Keine der zitierten Quellen nennt einen Stundensatz; die Werte sind schlicht die angegebenen Kosten, geteilt durch die angegebenen Laufzeiten.
Das ändert sich am 1. Dezember: Dann schlägt die Argon-Schicht mit rund 38 Dollar pro Stunde zu Buche 2. Die Aktionspreise laufen am 30. November aus. Die Eingabe steigt von 2 auf 4 Dollar pro Million Tokens, die Ausgabe von 10 auf 20 Dollar und die Eingabe aus dem Cache von 0,10 auf 0,20 Dollar 2.
Der Cache hält die Rechnung klein. Zum Einführungspreis wie zum Listenpreis kostet er ein Zwanzigstel des Eingabe-Preises, und 91 Prozent der Tokens des Laufs kamen aus ihm 25. Ohne ihn kämen 1,35 Milliarden Eingabe-Tokens zum Listenpreis von 4 Dollar allein auf rund 5.400 Dollar – nicht auf 1.040 5.
Was die Studie einräumt – und was Alphabet gebucht hat
Die Studie legt ihre Grenzen offen. Mineflayer verrät den Agenten, wo jeder Block und jede Kreatur steht – auch hinter massivem Gestein. Der Schwierigkeitsgrad der Welt stand auf „Einfach“. Und das Ergebnis ist ein einziger Lauf 4.
Wie TechRepublic mit Blick auf Firmenkunden anmerkt, hätten Tode, die in einer Sandbox nichts kosten, im Produktivbetrieb ihren Preis 6. Die Nachfrage, die diese Rechnung beziffern soll, steht längst in den Büchern: The Inference hatte Alphabets Cloud-Backlog im September auf 514 Milliarden Dollar geschätzt.
Der Dezember zählt, nicht der Drache
Argon hat das Labor erst vor Kurzem verlassen. Google stellte das Modell am 30. September zugelassenen Cyberverteidigern vor und machte es am 13. Oktober allgemein verfügbar. Die kostenpflichtige Stufe der Gemini-API führt es inzwischen für alle 278. Google bewirbt es für Softwareentwicklung, Finanzanalyse, juristische Arbeiten, Cybersicherheit und wissenschaftliche Forschung 7.
Der eigentliche Test ist der 1. Dezember: Dann endet der Einführungspreis, und dieselbe Minecraft-Schicht schlägt mit rund 38 Dollar pro Stunde zu Buche. Alphabets nächster Cloud-Bericht wird erstmals Nutzung ausweisen, die zu den Dezember-Preisen abgerechnet wurde. Ob die Nachfrage nach Agenten dort standhält, ist die Zahl, die es zu beobachten gilt.
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