Apples neuer Chef hält chinesische DRAM weiter im Spiel – CXMT meldet den siebenfachen Quartalsumsatz

John Ternus, seit dem 1. September Apples Konzernchef, will chinesische Speicherchips nicht ausschließen – während Mangelpreise am Speichermarkt Apple zu Bestellkürzungen beim iPhone 18 Pro zwingen. Der chinesische Lieferant, dessen Einsatz Apple prüft, hat soeben ein Quartal mit dem Siebenfachen des Vorjahresumsatzes in Aussicht gestellt; seine Aktien legten am 16. Oktober um 3,28 Prozent zu, während Micron um 5,63 Prozent nachgab.

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Vincent JiangVincent Jiang · 3 min read
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John Ternus, Apples Konzernchef, lächelnd bei Apples Auftaktveranstaltung zum 50. Firmenjubiläum in New York
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John Ternus, seit dem 1. September Apples Konzernchef, hält an der Prüfung chinesischer Speicherchips fest, während Mangelpreise die iPhone-Margen drücken.

Eine Krise – so der neue Chef selbst

John Ternus, seit dem 1. September Konzernchef von Apple+0.16% — Apple, up 0.16 percent today, hat sein erstes Titelinterview genutzt, um chinesische Speicherchips für Apple weiter als Option offenzuhalten 12. Die Knappheit bei Speicherchips sei „offensichtlich eine ernste Krise“, sagte er dem Magazin TIME in einem am 15. Oktober veröffentlichten Interview; Apples „grundsätzliche Haltung“ sei, „dass wir alle Optionen prüfen müssen“. Einen Lieferanten nannte er nicht 1. Die Financial Times hatte im Juli berichtet, dass Apple DRAM-Speicher von ChangXin Memory Technologies+3.28% — ChangXin Memory Technologies, up 3.28 percent today (CXMT) testet, zunächst in Geräten, die in China verkauft werden. DRAM ist das Arbeitspferd unter den Speichern in Smartphones und Servern. Das Wall Street Journal berichtete im August, dass die Tests iPhones und MacBooks umfassen; eine endgültige Entscheidung über den Einsatz ist nicht gefallen 1. Über die Wahrscheinlichkeiten hat der Markt bereits abgestimmt: Am 16. Oktober, als die vorläufigen Zahlen die Runde machten, stiegen die in Shanghai gelisteten CXMT-Aktien um 3,28 Prozent, während Micron−6.00% — Micron, down 6.00 percent today um 5,63 Prozent fiel. In der Wochenbilanz liegt Micron damit mehr als 10 Prozent im Minus 69.

Die Speicherrechnung hat die Tür aufgestoßen

Tim Cook, Ternus’ Vorgänger, hatte die Speicherpreise auf Apples Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen am 30. Juli eine „Jahrhundertflut“ genannt. Finanzvorstand Kevan Parekh sagte, Speicherchips hätten mehr als 100 Prozent des Rückgangs der Bruttomarge von Apple verursacht 3. Samsung und SK Hynix−6.61% — SK Hynix, down 6.61 percent today haben im ersten Quartal dieses Jahres die Preise für die stromsparenden DRAM-Chips, mit denen sie das iPhone beliefern, um 80 beziehungsweise 100 Prozent angehoben 1. Danach hieß es in einer Meldung, Apple habe die Oktober-Bestellungen von iPhone 18 Pro und Pro Max gekürzt – und zwar um etwa ein Siebtel bis ein Fünftel gegenüber der Planung, nachdem die Speicherkosten die Preise dieser Modelle auf 1.199 und 1.299 Dollar getrieben hatten 4. Apple hatte Verhandlungen mit CXMT in diesem Jahr bereits abgebrochen, weil es keinen Preisvorteil sah; die Kosten pro Bit liegen bei CXMT noch immer rund 30 Prozent über denen der etablierten Anbieter 5. Washington drängt in die andere Richtung: Sieben US-Senatoren, darunter Chuck Schumer, haben Apple aufgefordert, auf CXMT zu verzichten. Das Unternehmen steht auf einer Pentagon-Liste chinesischer Firmen mit Verbindungen zum Militär 1.

CXMT: Vom Verlust zu 131 Milliarden Yuan Gewinn

Der von Apple auf dem Prüfstand stehende Zulieferer hat soeben einen Neunmonatszeitraum mit dem Achtfachen des Vorjahresumsatzes in Aussicht gestellt. Laut der Börsenmitteilung in Shanghai soll der Umsatz von Januar bis September 265 bis 270 Milliarden Yuan betragen, 726 bis 742 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn wird auf 131 bis 132,5 Milliarden Yuan (19,6 bis 19,8 Milliarden Dollar) beziffert, nach einem Verlust von 5,3 Milliarden Yuan. Vorsitzender Zhu Yiming schlug einen Rückkauf eigener Aktien im Umfang von 1 bis 2 Milliarden Yuan vor 67. Allein für das dritte Quartal hat CXMT 114,7 bis 119,7 Milliarden Yuan in Aussicht gestellt: 15 bis 20 Prozent mehr als im Vorquartal und 589 bis 619 Prozent mehr als im Vorjahr – ein Quartal mit dem Siebenfachen des Vorjahresumsatzes 78. Laut Counterpoint Research entfielen im zweiten Quartal 10 Prozent der weltweiten DRAM-Umsätze auf CXMT, nach 4 Prozent ein Jahr zuvor – hinter Samsung (38 Prozent), SK Hynix (25 Prozent) und Micron (24 Prozent) 78.

Aus einem Verlust von 5,3 Milliarden Yuan wurde binnen neun Monaten ein Gewinn von 131 Milliarden Yuan

  • Estimate
-RMB 100bnRMB 0bnRMB 100bnRMB 200bnRMB 300bnUmsatz 2025RMB 32.1bnUmsatz 2026 minRMB 265bnUmsatz 2026 maxRMB 270bnNettogewinn 2025-RMB 5.3bnNettogewinn 2026 minRMB 131bnNettogewinn 2026 maxRMB 132.5bn
Data
Value
Umsatz 2025RMB 32.1bn
Umsatz 2026 min (estimate)RMB 265bn
Umsatz 2026 max (estimate)RMB 270bn
Nettogewinn 2025-RMB 5.3bn
Nettogewinn 2026 min (estimate)RMB 131bn
Nettogewinn 2026 max (estimate)RMB 132.5bn
Januar bis September, in Milliarden Yuan. Die Balken für 2026 zeigen die unteren und oberen Endpunkte der in Shanghai gemeldeten Prognosespannen von CXMT, nicht deren Mittelwerte. Quellen: Briefs Finance und The Chosun Ilbo.6,7

CXMT erreichte 10 Prozent des weltweiten DRAM-Umsatzes, vor einem Jahr waren es 4 Prozent

0%10%20%30%40%SamsungSK HynixMicronCXMT10%4 Prozent ein Jahr zuvor
Data
Anteil am weltweiten DRAM-Umsatz, 2. Quartal 2026
Samsung38%
SK Hynix25%
Micron24%
CXMT10%
Anteil am weltweiten DRAM-Umsatz, 2. Quartal 2026, Schätzungen von Counterpoint Research. Quellen: The Chosun Ilbo und SammyFans.7,8

Wer gewinnt, wenn Apple Ja sagt

Qualifiziert Apple CXMT für Geräte, die in China verkauft werden, gewinnt CXMT einen Markenhersteller als Abnehmer – in der Größenordnung des iPhone. Samsung, SK Hynix und Micron verlieren dann ihren Drei-Lieferanten-Markt, über den sich Cook beklagt hatte 3. Für Microns Umsatz gibt es ein Polster: Rund 150 Milliarden Dollar an sogenannten Take-or-Pay-Verträgen, die gezahlt werden müssen, ob die Kunden die Ware abnehmen oder nicht. Diese Verträge decken bis 2030 mehr als 35 Prozent des Umsatzes ab 5. Was zerbricht, ist die in den Aktienkursen eingepreiste Preismacht. Damit lässt sich auf zwei Seiten handeln: auf CXMT, den Brecher dieser Preismacht – die Börse honoriert die Nachricht bereits mit einem Plus von 3,28 Prozent, während Micron 5,63 Prozent nachgibt –, oder auf Geduld, bis Apple Antwort gibt. Bestraft wird in dieser Konstellation nur eine Position: die auf die Preismacht der etablierten Anbieter, gehalten bis zu deren Quartalszahlen, solange die Tür offen bleibt.

Übertrieben, sagen die Analysten – die Tests entscheiden

Kevin Cassidy von Rosenblatt nannte den Kursrutsch „übertrieben“ und hielt seine Kaufempfehlung für Micron aufrecht 9. Kent Fung von Fundstrat argumentiert, das 4F²-Design von CXMT – eine dichtere Anordnung der Speicherzellen – greife herkömmliches Server-DRAM an, nicht aber den High-Bandwidth-Memory (HBM), den KI-Rechenzentren kaufen 9. CXMT muss zudem noch beweisen, dass es die neuen Zellen in kommerziell relevanten Ausbeuten fertigen kann 5. CXMT-Präsident Cao Kanyu hat servertaugliche DDR5-Module bis Ende 2026 versprochen 9. Eine Entscheidung über den Einsatz ist bislang nicht gefallen 1. Verräterisch ist, ob CXMT-DRAM in einem iPhone oder Mac für den chinesischen Markt auftaucht: Das ist das Signal, dass Apple seine Speicherrechnung aufteilen wird.

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AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.

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