Huawei zahlt für den KI-Boom zweimal: 200 Dollar pro Smartphone und ein Chip, der Wafer frisst
Die KI-Rechenzentren haben den Speicher aufgekauft, und Richard Yu trug die Rechnung vor: im Schnitt mehr als 200 Dollar pro Smartphone. Der Sanktions-Bypass in Huaweis neuen Flaggschiffen kommt als zweite Rechnung dazu – in Wafern, um die auch Huaweis eigene KI-Chips bereits kämpfen.
Vincent Jiang · 3 min read
Richard Yu hat den KI-Speicherboom diese Woche in eine Zahl gefasst: Steigende Speicherpreise treiben die Kosten bei Huawei im Schnitt um mehr als 200 Dollar pro Gerät nach oben 12. Der Chef der Consumer-Sparte sagte, der Druck belaste die Profitabilität „sehr stark“ – und Huawei werde „ebenfalls die Preise erhöhen müssen, allerdings in einem langsameren Tempo“ 12.
Der Verkäufer ist bis 2027 ausverkauft
Micron hat am 30. September die Gegenseite dieser Rechnung vorgelegt 3. Der Umsatz erreichte im vierten Quartal 54,23 Milliarden Dollar nach 11,32 Milliarden Dollar ein Jahr zuvor, bei einer Bruttomarge von 87 Prozent nach non-GAAP – zuvor 45,7 Prozent 3. Die Sparte für Handy-Speicher, Mobile and Client, behält inzwischen 90 Cent von jedem eingenommenen Dollar ein – zuvor waren es 36 3.
Micron-Chef Sanjay Mehrotra sagt, der Großteil der Micron-Produktion für das Kalenderjahr 2027 sei bereits verkauft, die Nachfrage werde 2027 und 2028 das Angebot übersteigen, und es sei „nicht abzusehen, wann Angebot und Nachfrage wieder ins Gleichgewicht geraten“ 4. Kunden haben für Verträge über 150 Milliarden Dollar Umsatz Anzahlungen in Höhe von 32 Milliarden Dollar geleistet 5. Kontrakt-Preise für DDR4 notierten im September mit 26 Dollar auf Rekordniveau, und TrendForce erwartet für das vierte Quartal einen Preissprung bei PC-DRAM von 13 bis 18 Prozent 6.
Die KI hat den Speicher gekauft: Microns Quartalsumsatz hat sich binnen eines Jahres fast verfünffacht
- Umsatz
- Estimate
Data
| Umsatz | |
|---|---|
| FQ1-25 | $8.71B |
| FQ2-25 | $8.05B |
| FQ3-25 | $9.3B |
| FQ4-25 | $11.32B |
| FQ1-26 | $13.64B |
| FQ2-26 | $23.86B |
| FQ3-26 | $41.46B |
| FQ4-26 | $54.23B |
| FQ1-27 (estimate) | $61.5B ($60–63B) |
Der Bypass-Chip kostet Wafer, die Huawei ebenfalls braucht
Mit der Markteinführung des Mate 90 kam eine zweite Rechnung hinzu – diesmal eine aus Silizium. Der gefaltete Flaggschiff-Prozessor Kirin 9050 Pro besteht aus zwei Dies von je 120,65 Quadratmillimetern, die Face-to-Face gebondet und über rund 80.000 Through-Silicon-Vias miteinander verbunden sind 78. Die-Shots dieser Woche zeigen: Der Compute-Die entsteht in SMICs N+3-Prozess, der Cache-Die in N+2. Weder Huawei noch SMIC haben die Prozessknoten bestätigt 78.
Das Design braucht mehr Wafer je Chip. Yu sagte, die Kapazitäten für Smartphone-Chips blieben knapp, weil Huaweis eigene Ascend-KI-Chips dieselbe begrenzte Fertigungskapazität in China beanspruchten 1. Das Bonden vervielfacht das Risiko: Bei einer Ausbeute von 50 Prozent je Die liegt die Ausbeute des fertigen Pakets laut einer Teardown-Analyse nahe 25 Prozent. Deshalb steckt der 9050 Pro nur in den beiden teuersten Versionen des Mate 90 910. Die Versorgung decke den Bedarf für die Auslieferungen derzeit noch, sagte Yu 10.
Die Rechnung landet bei den Käufern
Das Mate 90 Pro startet bei 6.999 Yuan und liegt damit 1.000 Yuan über dem Vorgänger 11. Huaweis Nettogewinn im ersten Halbjahr sank um 36 Prozent auf 23,81 Milliarden Yuan, während die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 25 Prozent stiegen und die Lagerbestände um 42 Prozent anwuchsen 12. Counterpoint erwartet, dass bis 2030 jährlich gut 230 Millionen Smartphones unter 200 Dollar vom Markt verschwinden, während der Absatz ab 200 Dollar um 26 Prozent zulegt 13. Xiaomi und Oppo haben ihre Preise mehrfach angehoben, Apple ebenfalls 14. Yu argumentiert, diese Ausdünnung komme Huawei zugute, schließlich verkauft das Unternehmen im Mittel- und High-End-Segment 14.
Handyspeicher trägt jetzt eine Bruttomarge von 90 Prozent – zuvor 36 Prozent
- FQ4-25
- FQ4-26
Data
| FQ4-25 | FQ4-26 | Change | |
|---|---|---|---|
| Cloud Memory (HBM) | 59% | 83% | +40.7% |
| Core Data Center | 41% | 90% | +119.5% |
| Mobile and Client | 36% | 90% | +150.0% |
| Automotive and Embedded | 31% | 84% | +171.0% |
Drei Zahlen entscheiden über die nächste Etappe
Von Januar bis August sanken die Geräteauslieferungen in China um 7 Prozent, während Huawei um 13 Prozent zulegte 1. Drei Zahlen entscheiden über die nächste Etappe: die PC-DRAM-Zahl von TrendForce für das vierte Quartal, gemessen an Yus „langsamerem Tempo“ 6; die Frage, ob der 9050 Pro über die beiden Top-Versionen des Mate 90 hinaus in weiteren Versionen verbaut wird, sobald sich die Ausbeute beim Bonden verbessert 9; und Microns Bericht zum ersten Fiskalquartal 2027 als erster Härtetest der versprochenen Knappheit 2027/28 34.
Die Schere öffnet sich nur in eine Richtung. Wer Speicher besitzt, kassiert bis 2028; Hersteller, die im Budget-Segment stehen, zahlen die Rechnung; und das Polster ist der Premium-Mix – jenes Segment, für das Counterpoint 26 Prozent Wachstum prognostiziert 13. Apple hat wie Xiaomi die Preise erhöht, statt die Kosten zu schlucken; Yu sagt, der erzwungene Weg nach oben sei „das, was Huawei am besten kann“ 14.
Deepdive
AI-generated from this story and its cited sources. Not investment advice.



